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Die Selbstverständlichkeit Bühne: Eine Stimme für den Widerstand

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Von Ma­reen Le­debur

Fotos: Ma­reen Le­deburSilk Thread

„Eine Ges­chichte über Euch, unter Euch, zwi­schen Euch; eine Ges­chichte über Euch, unter Euch, zwi­schen Euch“ – ob die der schla­fenden Prin­zessin oder die des Kö­nigs mit dem langen Bart. Zwei Ärzte erzählen vom Land der Ver­gess­li­chen. Es liegt im Li­banon.

Von dort kommt die Zoukak Theatre Com­pany, welche mit ihrem Stück „Silk Thread“ zu­sammen mit an­deren Künst­lern aus der ara­bi­schen Welt, Teil des in­ter­na­tio­nalen Per­for­mance Fes­ti­vals „Voi­cing Re­sis­tance“ im Ball­haus Nau­nyns­traße waren.

Im Juni diesen Jahres ver­sam­melte das Fes­tival Per­for­man­cekünstler aus Kairo, Mar­ra­kesch, Jenin, Ra­mallah, Beirut und Berlin, um sich mit einem Erei­gnis au­sei­nan­der­setzen, das nicht nur durch die ara­bi­sche Welt ging – der Wi­ders­tand.

Der ara­bi­sche Früh­ling und Be­we­gungen wie Oc­cupy sind ein Zei­chen für die welt­weite Suche nach so­zialen Verän­de­rungen. Wie diese Suche auf der­Thea­terbühne ve­rar­beitet wird, zeigten die Ar­beiten der Per­for­man­cekünstler, unter ihnen auch Laila So­liman aus Kairo, welche sich mit der Po­lizei- und Mi­litär­ge­walt in ihrem Land bes­chäf­tigte. Zwi­schen Tanz und Per­for­mance, Musik und Erzäh­lung mi­schten sich bei „Voi­cing Re­sis­tance“ persön­liche Er­fah­rungen von Re­vo­lu­tion, Alltag im Auf­stand und die Ve­rar­bei­tung des Wi­ders­tands in den ara­bi­schen Län­dern.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. September 2012 um 20:06 Uhr

Die Illusion der Revolution

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In­ter­view von Ma­reen Le­debur mit Taoufiq Ize­diou 
Fotos: Ma­reen Le­debur  Aaléef

Wäh­rend des in­ter­na­tio­nalen Fes­ti­vals „Voi­cing Re­sis­tance“ im Ball­haus Nau­nyns­traße prä­sen­tierte Taoufiq Ize­diou im Juni sein So­lostück „Aa­léef“, wel­ches nicht nur die Be­zeich­nung für den ersten Buchs­taben des ara­bi­schen Al­pha­bets ist, son­dern auch „ich drehe mich“ be­deutet.

Nach seiner Solo-Per­for­mance erzählte der Ma­rok­kaner von seinem persön­li­chen Wi­ders­tand auf der Bühne, den Sch­wie­rig­keiten des zeit­genös­si­schen Tanzes in Ma­rokko und der Re­vo­lu­tion.  

Das Fes­tival „Voi­cing Re­sis­tance“ im Ball­haus Nau­nyns­traße will dem Wi­ders­tand eine Stimme geben. Warum muss Wi­ders­tand ge­leistet werden und warum muss er auf die Bühne?  
Aus ver­schie­denen Gründen. Der Tanz in Ma­rokko zum Bei­spiel ist eine Form von Pro­test. Wir haben keinen Platz zum Tanzen. Du kannst daran glauben. Ich re­sis­tiere weiter. Man muss wi­ders­tehen, es ist eine Form tan­zend zu pro­tes­tieren, gegen die Ver­gan­gen­heit, ge­zeichnet vom Neo­ko­lo­nia­lismus, dem Westen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. September 2012 um 20:04 Uhr

Die ersten Stunden des neuen deutsch-französischen Duetts

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merkel-hollande_c-Alain-Le-Treut1kVon Alain Le Treut

Berlin, den 15. Mai 2012

Am Bun­des­kanz­le­ramt hat selten eine so lange Schlange vor dem Pres­seein­gang ges­tanden. Meh­rere Stunden vor der ans­te­henden Be­ge­gnung haben sich schon sehr viele Jour­na­listen vor Ort ver­sam­melt.

Der Termin steht seit ei­nigen Tagen fest: am Tag seiner Amt­seinfüh­rung als Prä­si­dent der Re­pu­blik Fran­kreich führt der erste Weg von Fran­çois Hol­lande zu An­gela Merkel nach Berlin.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 11:07 Uhr

Präsidentschaftswahl: Sozialisten siegen in Frankreich

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Von Ma­reen Le­debur
Foto:  Ⓒ Fran­çois Hol­lande - Crea­tive Com­mons

Schon nach den ersten Ho­chrech­nungen ver­sam­melten sich am ver­gan­genen Sonntag die Fran­zosen auf den Straßen, in Tou­louse be­gannen die Autos zu hupen, in einer WG in Mar­seille stießen vier Stu­denten mit Sekt­glä­sern an und in Paris brachte die Menge Volks­fests­tim­mung auf den Place de la Bas­tille.

Der Sieg der So­zia­listen bei der Wahl um das franzö­si­sche Prä­si­dent­schaft­samt scheint eine ge­wisse Er­leich­te­rung her­vor­ge­rufen zu haben. Im Mit­tel­punkt des Ju­bels stand der frisch gekürte franzö­si­sche Prä­si­dent Fran­cois Hol­lande. Mit 51,62 Pro­zent der Stimmen ge­wann er die Stich­wahl gegen Amt­sin­haber Ni­colas Sar­kozy. Erst­mals seit 17 Jahren ist mit somit wieder ein So­zia­list im franzö­si­schen Prä­si­den­te­namt.

Sein Vorgänger Ni­colas Sar­kozy musste nach nur einer Amts­zeit den Elysée Pa­last ver­lassen. Ob­wohl er von An­gela Merkel im Wahl­kampf un­terstützt wurde, gra­tu­lierte auch sie, als eine der Ersten, dem neuen Prä­si­denten und lud ihn nach Berlin ein.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Mai 2012 um 09:35 Uhr

Gefahr im Verzug im Kunsthaus Tacheles

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Von Da­rina Bon­da­renko
Über­set­zung Ma­reen Le­debur

Eine alte Ruine steht in­mitten einem der reichsten Viertel Ber­lins… das Siegel der Zeit hat sich bis in die heu­tige Zeit ge­halten. Die Rede ist vom Künst­le­rhaus Ta­cheles. Schon am Ein­gang be­ginnt das ein­zi­gar­tige Aben­teuer. Die von Graf­fitis ge­zierten Mauern be­gleiten auf dem Weg durch das Trep­pen­haus, in dem man auf die na­chei­nander fol­genden Ate­liers der al­ter­na­tiven Künstler trifft. Auf fünf Etagen ver­teilen sich die Auss­tel­lung­sräume. Platz gibt es auch für ein Kino und ein Theater. Ganz oben an­ge­langt kann man es sich mit einem Drink auf den alten Sofas gemüt­lich ma­chen. Den Charme der Bar macht der Blick auf die Skulp­turen oder das abend­liche Treiben unter freiem Himmel im In­nenhof aus. Warm und ents­pannt ist die At­mos­phäre hier. Einen Un­ter­schied zwi­schen Künst­lern und Tou­risten kann man nicht er­kennen, dafür aber einen freund­li­chen Aus­tausch zwi­schen den Men­schen auf dieser Insel, die den Wahn­sinn der Großs­tadt nicht kennt… aber es ist genau dieser Ort, ein Künst­le­rhaus, dessen Exis­tenz heute hin­ter­fragt wird. Auf das der Kampf be­ginnt.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 15. September 2012 um 17:51 Uhr

Chancengleichheit, Integration und die ewige Frage nach der Identität

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Ein Ges­präch mit Borris Die­de­richs über in­ter­na­tio­nale Ju­gend­be­ge­gnungen und die Mess­bar­keit von In­te­gra­tion

Gesicht_Bearbeitet

Von Re­gina Zi­gahl
Bilder: © DFJW/OFAJ - Re­gina Zi­gahl

   

Über Iden­tität zu schreiben ist ein heikles Un­ter­fangen. Sch­wie­riger noch wird es, Iden­tität und In­te­gra­tion auf einen gemein­samen Nenner bringen zu wollen. Werden die beiden Schlagwörter in den deutsch-franzö­si­schen Kon­text ge­setzt, landet man sch­nell beim Deutsch-Franzö­si­schen Ju­gendwerk, mitten im Herzen Ber­lins. Dort, in his­to­ri­schen Gemäuern am Mol­ken­markt, hat sich das DFJW die Beantwortung einer kom­plexen Frage zur Auf­gabe ge­macht:
Was be­deutet In­te­gra­tion in Deut­schland und was in Fran­kreich und vor allem: Was können die beiden Länder vo­nei­nander lernen? Die Ant­wort kommt, geht es um Kul­tur­kon­takt und  Aus­tausch, nicht vorbei an der exis­ten­tiellen und es­sen­tiellen Au­sei­nan­der­set­zung mit der Frage: „Wer ist man ei­gent­lich?“.

Das Thema führt mich knar­rende Holz­treppen hoch in das Büro von Borris Die­de­richs. Er soll mir heute helfen, Ant­worten zu finden. Seit 2009  ist Borris Pro­jekt­beauf­tragter für In­te­gra­tion und Chan­cen­glei­ch­heit beim DFJW und bes­chäf­tigt sich in­tensiv mit den Themen In­te­gra­tion för­dern und Chan­ce­nun­glei­ch­heiten auf­heben. Als er Auszüge seiner Bio­gra­phie erzählt, wird klar, dass er wie zu­ges­ch­nitten für die Stelle zu sein scheint.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. April 2012 um 22:05 Uhr

Die Kulissen der Berliner Piratenpartei: Interview mit Andreas Baum

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Von In­grid Kuhn

Im Zei­talter der di­gi­talen Re­vo­lu­tion, dem ständig zu­neh­menden Ein­fluss des In­ter­nets auf die Sphäre der Kom­mu­ni­ka­tion, der Me­dien, der Musik- und Fil­min­dus­trie und der schrift­li­chen Presse, die dem Ko­loss des Netzes ge­genüber vom Auss­terben be­droht ist, tritt die Pi­ra­ten­partei in die po­li­ti­sche Szene ein. Der Urs­prung der Pi­ra­ten­partei liegt nicht in einer Fu­sion oder Tren­nung bes­te­hender Par­teien. Der Grund für ihr Ents­tehen liegt viel­mehr in der Frus­tra­tion der Bürger, ihre mit dem di­gi­talen Zei­talter ents­tan­denen neuen Bedürf­nisse und Rechte von den klas­si­schen Par­teien nicht mehr ver­treten zu sehen. Die Sch­weden, Vor­reiter des Run­ter­la­dens re­bel­lieren gegen eine Justiz, die einen großen Teil der Bevöl­ke­rung kri­mi­na­li­siert und gründen 2006 die Pirat Par­tiet. Nach der Ve­rur­tei­lung des Pi­rate-Bay Be­trei­bers im Zu­sam­men­hang der Um­set­zung der eu­ropäi­schen Richt­linie IPRED er­reicht die sch­we­di­sche Pi­ra­ten­partei 7,13 % der Stimmen und tritt 2009 in das Eu­ropäi­sche Par­la­ment ein. In einem ähn­li­chen Zu­sam­men­hang, er­reicht die 2006 ge­grün­dete deut­sche Pi­ra­ten­partei 2009 bei der Land­tag­swahl 13.796 Stimmen in Hessen, dop­pelt so viel wie im Vor­jahr. Bei der Land­tag­swahl 2011 kann die Pi­ra­ten­partei einen neuen Er­folg ver­bu­chen; sie er­reicht in Berlin 8,9 % der Stimmen und kann damit zum ersten Mal Einzug in das Ab­geord­ne­ten­haus in Berlin halten. In diesem von der Ges­chichte ge­prägten Ort fand das nach­ge­hende In­ter­view mit dem Prä­si­dent der Pi­ra­ten­frak­tion Berlin, An­dreas Baum statt.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 24. März 2012 um 17:10 Uhr

Deutsche Schuldenbremse für ganz Europa - hopp oder top?

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Von Erik Walter

Im Zuge der Eu­ro­krise wirbt die deut­sche Bun­des­re­gie­rung dafür, De­fi­zite zu re­du­zieren.

Das Re­zept: am besten eine na­tio­nale Ver­fas­sung­sregel, die die Schul­de­nauf­nahme ve­rhin­dert, eine Schul­den­bremse nach deut­schem Vor­bild. Die Rech­nung scheint ein­fach. Wer Schulden macht, hat eben zu­viel aus­ge­geben und muss sich in Zu­kunft ein­schränken. Doch es ist fra­glich, ob die Schul­den­bremse in Deut­schland wie in Eu­ropa übe­rhaupt zur Kri­sen­bewäl­ti­gung taugt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. April 2012 um 13:11 Uhr

Handlungsbereitschaft - Skizze einer Generation am Ende der Geschichte

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Performance. Anonymer mit Erdbeereis. Am Ende blieb nur ein rosa Fleck auf dem Boden.

Von Madlen Stange
Über­set­zung Thomas Hess/ Madlen Stange
Lek­torat Antje Springer
Bilder: Stefan Katz

Weißes Neon Licht, ein sch­warz gek­lei­deter Mann steht re­gung­slos in einer Gruppe aus mi­tei­nander mur­melnden Men­schen. In seiner Hand ein trop­fendes Erd­bee­reis. Sch­warze Brillen­gläser ver­de­cken seine Augen. Ob er dem Eis beim Sch­melzen zu­sieht? Das Eis tropft. Und tropft. Mit­tler­weile sind zehn Mi­nuten ver­gangen und allmäh­lich ver­binden sich die Tropfen auf dem kalten Erd­boden zu einer rosa Pfütze. Eine halbe Stunde später ist auch diese das Ein­zige, was bleibt, die sch­warze Person ist ver­sch­wunden. We­nige Au­gen­blicke später, ein paar Meter weiter, im Freien, dreht sich ein Auto im Kreis. Die Vor­derräder sind ma­ni­pu­liert, so­dass die Dre­hung die ein­zige Rich­tung des Fahr­zeugs bleibt. Am Steuer sitzt eine Person, doch es ist be­reits zu dunkel, um zu er­kennen, um wen es sich han­delt. Die Zeit ver­geht und das Auto be­wegt sich, ro­tie­rend um die ei­gene Achse, viel­leicht ein-zwei Meter von seinem Start­punkt. Das Sze­nario endet mit einem nicht ganz un­gefähr­li­chen Ka­mi­kaze Abs­prung des Fah­rers. Aber das Auto dreht sich, bis der letzte Tropfen Sprit ver­braucht ist.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 18. März 2012 um 20:10 Uhr

Der doppelte Staatsbürgerschaft: Ein umstrittenes Thema in Frankreich wie in Deutschland.

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Eva Joly ist Fran­kreichs erste Kan­di­datin mit dop­pelter Staat­san­gehö­rig­keit, die an einer Prä­si­dent­schafts­wahl teil­nimmt. Die in Nor­wegen gebür­tige Kan­di­datin hat durch Heirat ihre franzö­si­sche Staatsbür­ger­schaft erhalten. Ein Teil der UMP die sich „la Droite Po­pu­laire“ nennt, eröff­nete eine De­batte über die Frage der dop­pelten Staat­san­gehö­rig­keit.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. März 2012 um 17:19 Uhr

„UNITHEA wird 15“

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Von Julia Ba­ckes

Über­set­zung Bé­né­dicte Sch­neider

 

Von Ku­chen­ba­saren, über Sprach­bar­rieren, zum hoch­wer­tigen Kul­tur­pro­gramm - Das deutsch-pol­ni­sche Thea­ter­fes­tival feiert dieses Jahr sein Ju­biläum.

Das im­po­sante Gebäude des Kleist-Fo­rums hebt sich von dem trüben Win­te­rhimmel durch seine hell er­leuch­teten Fenster ab. Fast aus­ges­torben wirkt das Kultur- und Ve­rans­tal­tungs­haus im Zen­trum von Frank­furt (Oder) an diesem späten Nach­mittag. Am Hin­te­rein­gang trifft man nur einen Por­tier, der hinter seiner Glas­scheibe freund­lich grüßt. Doch hoch oben, im vierten Stock sitzen über 20 Stu­denten der Eu­ropa-Uni­ver­sität Via­drina in einem großen Kon­fe­renz­saal. Schon wenn man den Aufzug verlässt, kann man das Stim­men­ge­murmel hören, wel­ches vom Ende des Flures kommt. Hier ste­cken die Mit­glieder von UNI­THEA ihre Köpfe zu­sammen und sch­mieden die Pläne für das dies­jäh­rige Thea­ter­fes­tival.

„Auch in diesem Jahr soll das Fes­tival wieder ein voller Er­folg werden und damit an die vo­rhe­rigen Jahre anknüpfen. Wir ver­su­chen viel­leicht noch einen drauf­zu­setzen und den Zu­schauern etwas Außer­gewöhn­li­ches zu bieten, da es dieses Mal etwas Be­son­deres zu feiern gibt“, sagt Maria Ull­rich, eine der Or­ga­ni­sa­to­rinnen. Denn das UNI­THEA-Fes­tival, das vom 5. bis 7. Juni statt­finden wird, feiert dieses Jahr sein 15-jäh­riges Ju­biläum. Das Datum soll auch dazu ge­nutzt werden einen Rück­blick auf die Ges­chichte und Ent­wi­ck­lung des Pro­jekts zu werfen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. März 2012 um 12:12 Uhr

Kernenergie in Deutschland und Frankreich: Grundlagen einer Debatte über die Atomenergie

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nucleaireDEVon Alain Le Treut
Über­set­zung: Hanna Gief­fers
Illus­tra­tion: Jo­hann Zyla

Seit nun fast 40 Jahren träumt Fran­keich von der zi­vilen Nut­zung der Ker­ne­nergie als Schlüs­sel­stein für seine Ener­gieu­nabhän­gig­keit. Doch nach den Ka­tas­tro­phen von Tscher­nobyl und Fu­ku­shima wird gegen das Schicksal dieser Energie ein er­bit­terter Kampf geführt. 75,6 Pro­zent der Elek­tri­zität in Fran­kreich wird aus Ato­me­nergie ge­wonnen.

Durch ihren ge­ringen CO2-Ausstoß macht diese Form der Ener­gie­ge­win­nung eine gute Figur bei in­ter­na­tio­nalen Kli­maab­kommen.   

Je­doch ist es unmö­glich, die Frage nach der  Wie­de­rauf­be­rei­tung des Atommülls oder das Ri­siko einer Nut­zung der Tech­no­logie zu mi­litä­ri­schen Zwe­cken aus­zu­blenden. Diese Kritik findet be­son­ders in Deut­schland starken Wi­de­rhall.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. April 2012 um 08:15 Uhr

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