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„UNITHEA wird 15“

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Die Sprach­bar­rieren ziehen sich durch die ge­samte Or­ga­ni­sa­tion des Fes­ti­vals. So erin­nern sich die Mit­glieder des letzten Jahres, dass sich die Zu­sam­me­nar­beit mit dem pol­ni­schen Stu­den­ten­werk wegen der Kom­mu­ni­ka­tions­pro­bleme oft sch­wierig ges­tal­tete. Bei der Pla­nung eines bi­la­te­ralen Fes­ti­vals ist es außerdem sehr wichtig, die kul­tu­rellen Un­ter­schiede der beiden Na­tionen zu beachten. „Wir wollten 2011 ein Stück aufführen, in dem die Schau­spieler nackt auf der Bühne stehen und von den Zu­schauern an­ge­fasst werden sollen. Es wurde uns davon ab­ge­raten, so etwas auf der pol­ni­schen Seite auf­zuführen, da zu freizü­gige Stücke dort keine po­si­tive Re­so­nanz finden wür­den“, be­richtet Maria Ull­rich aus ihren Er­fah­rungen vom letzten Jahr. Doch vieles funk­tio­nierte in Polen ein­fach sch­neller und un­kom­pli­zierter. So konnte ohne großen Auf­wand ein Stück im Par­khaus des Col­le­gium Po­lo­nicum auf­geführt werden.

Die Mit­glieder, die schon im letzten Jahr dabei waren, ma­chen deut­lich, dass es viel Po­si­tives über die Zu­sam­me­nar­beit mit der an­deren Seite der Oder zu be­richten gibt. Zum Bei­spiel un­terstützten das Słu­bicer Kul­tur­zen­trum SMOK und das Col­le­gium Po­lo­nicum das Fes­tival tat­kräftig. Der Kon­takt mir der Stadt Słu­bice be­lief sich leider hauptsä­chlich auf bü­ro­kra­ti­sche Dinge, wie zum Bei­spiel die Si­che­rheit­sab­nahme der Spie­lorte. „Wir müssen hier noch mehr Kon­takte hers­tellen und auch die pol­ni­schen Stu­denten mehr ein­be­zie­hen“, sagt Theres du Vi­nage.

In diesem Jahr steht UNI­THEA vor dem Pro­blem, dass die Ve­rans­tal­tung auf den ka­tho­li­schen Feiertag Fron­leichnam fällt. An diesem Datum können dann keine Auffüh­rungen in Polen statt­finden, da dieser Feiertag für die pol­ni­sche Bevöl­ke­rung eine große Be­deu­tung hat. „Es ist sehr wichtig, auf solche Dinge Rück­sicht zu nehmen, wenn wir mit dem Fes­tival wirk­lich zur deutsch-pol­ni­schen Annä­he­rung bei­tragen wol­len“, erklärt Theres du Vi­nage. So wird jedes Jahr da­rauf geachtet, dass der Titel des Fes­ti­vals auch auf Pol­nisch gut klingt und die Eröff­nung­srede des Fes­ti­vals wird auf deutsch und auf pol­nisch vor­ge­tragen. Ebenso muss bei der Aus­wahl der Gruppen da­rauf geachtet werden, dass die Auffüh­rungen für alle Zu­schauer verständ­lich sind.

Doch auch die Zu­sam­me­nar­beit mit der Stadt Frank­furt (Oder) ist ver­bes­se­rung­swürdig. Denn nicht nur der fi­nan­zielle Zu­schuss war schon einmal höher, auch die all­ge­meine Un­terstüt­zung könnte größer sein. Bei­spiels­weise kommt es wäh­rend der Fes­ti­val­tage immer wieder zu Au­sei­nan­der­set­zungen mit An­woh­nern, die sich über die Lautstärke bes­ch­weren. „Die Stadt könnte hier koo­pe­ra­tiver werden und zwi­schen den An­woh­nern und uns ver­mit­teln. Da­durch würde man­ches ein­fa­cher wer­den“, sagt Maria Ull­rich. Dies ist UNI­THEA be­son­ders wichtig, da das Pro­jekt auch die feh­lende Sch­nitts­telle zwi­schen den Stu­denten und Ein­woh­nern in einem kul­tu­rellen Rahmen sein soll.



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