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„UNITHEA wird 15“

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Von Julia Ba­ckes

Über­set­zung Bé­né­dicte Sch­neider

 

Von Ku­chen­ba­saren, über Sprach­bar­rieren, zum hoch­wer­tigen Kul­tur­pro­gramm - Das deutsch-pol­ni­sche Thea­ter­fes­tival feiert dieses Jahr sein Ju­biläum.

Das im­po­sante Gebäude des Kleist-Fo­rums hebt sich von dem trüben Win­te­rhimmel durch seine hell er­leuch­teten Fenster ab. Fast aus­ges­torben wirkt das Kultur- und Ve­rans­tal­tungs­haus im Zen­trum von Frank­furt (Oder) an diesem späten Nach­mittag. Am Hin­te­rein­gang trifft man nur einen Por­tier, der hinter seiner Glas­scheibe freund­lich grüßt. Doch hoch oben, im vierten Stock sitzen über 20 Stu­denten der Eu­ropa-Uni­ver­sität Via­drina in einem großen Kon­fe­renz­saal. Schon wenn man den Aufzug verlässt, kann man das Stim­men­ge­murmel hören, wel­ches vom Ende des Flures kommt. Hier ste­cken die Mit­glieder von UNI­THEA ihre Köpfe zu­sammen und sch­mieden die Pläne für das dies­jäh­rige Thea­ter­fes­tival.

„Auch in diesem Jahr soll das Fes­tival wieder ein voller Er­folg werden und damit an die vo­rhe­rigen Jahre anknüpfen. Wir ver­su­chen viel­leicht noch einen drauf­zu­setzen und den Zu­schauern etwas Außer­gewöhn­li­ches zu bieten, da es dieses Mal etwas Be­son­deres zu feiern gibt“, sagt Maria Ull­rich, eine der Or­ga­ni­sa­to­rinnen. Denn das UNI­THEA-Fes­tival, das vom 5. bis 7. Juni statt­finden wird, feiert dieses Jahr sein 15-jäh­riges Ju­biläum. Das Datum soll auch dazu ge­nutzt werden einen Rück­blick auf die Ges­chichte und Ent­wi­ck­lung des Pro­jekts zu werfen.

Doch was ist ei­gent­lich UNI­THEA und welche Idee steckt da­hinter? Zum ersten Mal fand das Fes­tival im Sommer 1997 statt. Die Vi­ze­prä­si­dentin der Via­drina, Ja­nine Nuyken, und die da­ma­lige Stu­dentin Anja Bausch ent­wi­ckelten ge­meinsam das Pro­jekt, wel­ches zunächst als in­ter­na­tio­nales Fes­tival an­ge­legt war. Schon zu Be­ginn war UNI­THEA durch die Viels­pra­chig­keit sowie den Er­folg bei den Zu­schauern ge­prägt. Nach ei­nigen Um­struk­tu­rie­rungen ist das Fes­tival nun seit 2008 fest in den Händen der Stu­denten der Stif­tung Eu­ropa-Uni­ver­sität und wird kom­plett von ihnen or­ga­ni­siert. Die beiden stu­den­ti­schen Lei­te­rinnen Maria Ull­rich und Theres du Vi­nage werden bei ihrer Ar­beit von Thomas Bo­sowski, Thea­ter­re­fe­rent des Kleist-Fo­rums, un­terstützt.

Im Laufe der Zeit ent­wi­ckelte sich das Fes­tival immer mehr zu einem deutsch-pol­ni­schen Pro­jekt, das an ver­schie­denen Orten dies­seits und jen­seits der Oder statt­findet. Durch die Nähe zu Polen und der Stadt Słu­bice bot sich dieses Kon­zept an. Mit­tler­weile ist das Fes­tival ein fester Bes­tand­teil des Kul­tur­pro­gramms in Frank­furt (Oder) und Słu­bice und auch über die Grenzen der beiden Städte be­kannt. So konnten im letzten Jahr rund 1200 Zu­schauer gezählt werden.



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